Ab wann lohnt sich der erste Mitarbeiter?

Ein Gehalt ist ein Fixkosten-Sprung, kein variabler Auftrag – es fällt auch in schwachen Monaten an. Dieser Rechner zeigt, wie viel zusätzlichen Rohertrag die Person erwirtschaften muss, damit sich das für dich netto lohnt, und was von jedem Euro danach übrig bleibt.

Deine Eckdaten

Deine Selbstständigkeit heute

Umsatz minus Material & Fremdleistungen, wie im Hauptrechner.

Miete, Software, Versicherungen – noch ohne Personal.

Der neue Mitarbeiter

Erweitert – für Feinschmecker
30 %

Aufschlag auf das Bruttogehalt für Pensions-, Kranken- & Arbeitslosenversicherung (~19,4 %), Unfallversicherung (1,10 %), Insolvenz-Entgeltsicherung (0,10 %), Wohnbauförderungsbeitrag (0,50 %, Wien 0,75 %), Dienstgeberbeitrag FLAF (3,70 %), Zuschlag zum DB (0,32–0,40 % je Bundesland), Kommunalsteuer (3,00 %) und Mitarbeitervorsorgekasse (1,53 %). In Summe gesetzlich fix bei ~29,6 % (außerhalb Wien) bis ~29,9 % (Wien) – kaum gestaltbar, daher der enge Regelbereich.

Lohnt sich das?

Vollkosten Mitarbeiter/Jahr
Nötiger Mehr-Rohertrag
Dein Netto heute
Netto mit Mitarbeiter Netto ohne Mitarbeiter (heute)

Fixkosten-Sprung, kein Auftrag: Anders als mehr Aufträge in der Selbstständigkeit bleibt das Gehalt auch in schwachen Monaten bestehen. Prüfe, ob der erwartete Mehr-Rohertrag realistisch übers ganze Jahr anfällt – nicht nur im Schnitt.
Probezeit & Kündigung: Bei Angestellten ist die Probezeit gesetzlich ein Monat, in dem beide Seiten jederzeit ohne Frist lösen können (§ 19 AngG). Danach gelten für dich als Arbeitgeber gestaffelte Kündigungsfristen von 6 Wochen bis 5 Monaten je nach Dienstzeit (§ 20 AngG) – das Gehalt läuft während der Frist regulär weiter.

Vereinfachtes Modell zur Orientierung – ersetzt keine Steuer- oder Personalberatung. Nicht berücksichtigt sind u. a. Förderungen (z. B. Eingliederungsbeihilfe), kollektivvertragliche Branchen-Zusatzkosten und die Einarbeitungszeit, in der eine neue Person noch nicht voll produktiv ist. Gedacht für die erste Anstellung eines EPU – bei bereits größerem Rohertrag verschiebt sich die Fragestellung (Skaleneffekte, Führungsspanne), auch wenn der nötige Mehr-Rohertrag rechnerisch gleich bleibt. Alle Konstanten Stand 2026, Quellen siehe README.

Häufig gefragt

Fragen zur ersten Anstellung

Was zählt zu den Lohnnebenkosten?

Rund 30 % des Bruttogehalts: Pensions-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung, Unfallversicherung, Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF), Kommunalsteuer und die Mitarbeitervorsorgekasse. Diese Quote ist gesetzlich vorgegeben und kaum verhandelbar – anders als das Bruttogehalt selbst.

Wie lange dauert die Probezeit in Österreich?

Bei Angestellten ist die Probezeit gesetzlich auf einen Monat fixiert (§ 19 Abs. 2 AngG). In dieser Zeit kann jede Seite das Arbeitsverhältnis jederzeit ohne Frist und ohne Angabe von Gründen auflösen.

Welche Kündigungsfristen gelten nach der Probezeit?

Als Arbeitgeber musst du gestaffelte Kündigungsfristen einhalten: 6 Wochen im ersten und zweiten Dienstjahr, steigend bis zu 5 Monaten ab dem 25. Dienstjahr (§ 20 Angestelltengesetz). Das Gehalt läuft während der Kündigungsfrist regulär weiter.

Muss die erste Anstellung gleich Vollzeit und unbefristet sein?

Nein. Teilzeit oder ein befristetes erstes Dienstverhältnis sind gängige, risikoärmere Einstiege – die Fixkosten-Logik dieses Rechners funktioniert für beide, du musst nur das tatsächliche Bruttogehalt und die tatsächlichen Gehälter pro Jahr eintragen.

Wie genau ist dieser Rechner?

Er rechnet mit den echten Lohnnebenkosten-Sätzen und derselben SVS-/Einkommensteuerformel wie der Satzwert-Hauptrechner. Nicht abgebildet sind Förderungen (z. B. Eingliederungsbeihilfe), kollektivvertragliche Zusatzkosten einzelner Branchen oder die Einarbeitungszeit, in der eine neue Person noch nicht voll produktiv ist.